Der Begriff Heimarbeit hat heute einen negativen Touch, denn unter Heimarbeit versteht man häufig mühevolle Kleinarbeit bei geringer Bezahlung. Vom Grußkarten einpacken bis hin zur Bestückung von Leiterplatten boten schon früher viele Fabriken Heimarbeit an. Der Markt hat sich allerdings gewandelt und so können durchaus lukrative Tätigkeiten von zu Hause aus durchgeführt werden. Gerade Großfirmen bieten häufig die Chance aus einem Arbeitsplatz in der Firma einen Arbeitsplatz im Home-Office zu machen. Technik macht es möglich, dass viele Arbeitsgebiete nicht mehr die Anwesenheit in der Firma erfordern. So lohnt es sich bei Vorgesetzten nachzufragen ob eine Umgestaltung des eigenen Arbeitsbereichs nicht möglich wäre. Gerade im Planungsbereich, bei Projektarbeiten und sogar bei der Kundenbetreuung ist es heute kein Problem mehr die Arbeitskräfte ortsunabhängig arbeiten zu lassen. Zwar geht die Idee der Auslagerung von Arbeitsplätzen weg von der typischen Heimarbeit, da es auch hier notwendig ist mit den Kollegen via Internet zusammen zu arbeiten und auch das ein oder andere Meeting muss in der Firma wahrgenommen werden, doch der tägliche Weg zur Arbeit kann vermieden werden.

Es wird hier zwischen zwei Varianten unterschieden, denn auf der einen Seite gibt es die Variante in der Firmen Angestellten die Möglichkeit geben einen Teil der anfallenden Tätigkeiten von ihrem Heimbüro aus zu erledigen und nur an bestimmten Tagen oder zu Besprechungen persönlich anwesend zu sein. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Firmen die gezielt Arbeitsbereiche an Freiberufler abgeben und somit das eigene Personal entlasten und durch die Auslagerung auch das Problem von Auftragsspitzen abfangen. Beide Varianten können durchaus ihren Reiz haben. Wer heute bereit ist freiberuflich tätig zu werden, der sollte allerdings nicht vergessen, dass es in erster Linie auf Akquise von neuen Auftraggebern ankommt, denn jeder Freiberufler sollte mindestens drei feste Auftraggeber haben. Es lohnt sich aktiv Firmen auf die Möglichkeit der Heimarbeit anzusprechen, denn häufig haben sich Verantwortliche noch gar nicht mit dieser Möglichkeit auseinander gesetzt. Wer sich allerdings für eine freiberufliche Variante entscheidet sollte nicht vergessen, dass sowohl Krankenkassenbeiträge als auch Steuern von den Einnahmen abgeführt werden müssen.