Gutes Benehmen ist eine der Grundvoraussetzungen für einen guten Einstieg ins Berufsleben. Wer sich gut präsentieren und seinen Vorgesetzten höflich und formgewandt entgegentritt, hinterlässt einen positiven Eindruck und gewinnt Sympathien. Aber auch nach der Einstellungsphase ist es wichtig, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten. Vor allem im Umgang mit Kunden und Vorgesetzten gibt es Umgangsregeln, deren Verletzung eine ablehnende Haltung Ihnen gegenüber schaffen kann.
1. Pünktlichkeit
Wer seinen Kollegen und Kunden Respekt entgegenbringt, lässt sie nicht warten. Idealerweise sollte man immer fünf bis zehn Minuten mehr einplanen. Pünktlichkeit zeigt Verlässlichkeit und gibt Ihren Kollegen und Chefs das Gefühl, dass man auf sie bauen kann.
2. Ordnung am Arbeitsplatz
Der Arbeitsplatz muss sauber und ordentlich gehalten werden. Die Sorgfalt, die jemand seinem Arbeitsplatz widmet, sagt viel über seine Professionalität und die Qualität aus. Ordentlichkeit und System zeigen, dass man gewissenhaft und planend arbeitet.
3. Bekleidung
Die Kleiderordnung kann von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich gehalten werden. Einige verlangen strikte Einheit, andere lassen ihren Mitabeitern einen gewissen Freiraum. Am ersten Tag sollte man sich elegant und dezent kleiden. Um für später gewappnet zu sein, sollte man sich an der Kleidungsweise der Kollegen orientieren oder einfach vorher schon danach fragen.
4. Begrüßung/ Anrede
Generell verwendet man hier immer noch das „Sie“. Vorgesetzte sollten niemals geduzt werden, sofern diese es nicht ausdrücklich erlaubt haben. Ein ungefragtes duzen vermittelt zu große Vertrautheit und könnte abschreckend und unverschämt wirken.
5. Namen
Zudem sollten Sie sich bemühen, sich die Namen Ihrer Kollegen und Vorgesetzten zu merken. Wenn Sie einen Namen nicht direkt verstanden haben oder nicht wissen wie er geschrieben wird, bitten Sie Ihr Gegenüber, ihn deutlich zu wiederholen.
6. Umgang mit Kunden/Gästen
Reichen Sie deutschen Kunden zur Begrüßung immer die Hand. Augenkontakt ist hierbei wünschenswert. Bei der Anrede ist zu beachten, dass der höchste akademische Grad immer genannt werden muss.
7. Besprechungen
Kommen Sie immer vorbereitet in die Besprechung und nehmen Sie sich Schreibmaterial mit, um wichtige Ergebnisse festzuhalten.
8. Mobiltelefone
Handys stören die Konzentration im Büro. Wer ständig während Besprechungen angerufen wird, vermittelt seinen Kollegen zudem den Eindruck von mangelndem Interesse an der Arbeit und Unseriosität.
9. Unterhaltung
Dialoge sind wichtig, um den Kontakt zu den Kollegen aufzubauen. Inhaltlich sollte es anfangs noch nicht um Privatangelegenheiten und Probleme mit Kollegen gehen. Sprechen Sie unverfängliche, aber auflockernde Themen an.
10. Privates
Vermeiden Sie Klatsch und Tratsch am Arbeitsplatz. Dies könnte Ihnen den Ruf einbringen, nicht vertrauenswürdig zu sein.
Eine in Deutschland immer populärer werdende Methode, ideale, intelligente sowie leistungsfähige Arbeitnehmer zu finden, ist der Eignungstest oder Berufstest. Sogenannte Tests erfordern meist neben einem guten Allgemeinwissen, große Konzentrationsfähigkeit, psychische Ausdauer und Strapazierfähigkeit sowie fundierte Kenntnisse in allem, was direkt oder indirekt mit dem angestrebten Beruf in Relation gebracht werden kann. Aufgrund ihres Schwierigkeitsgrades und der großen psychischen Belastung, werden Eignungstest oftmals kritisiert und von Bewerbern, zurecht gefürchtet, da sie die Berufswahl erschweren und viele Möglichkeiten verschließen können.
Im Grunde gibt es kaum einen Unterschied zwischen Berufs- und Eignungstests. In beiden Fällen sollen Bewerber ihre besondere Eignung und Kenntnis unter Beweis stellen und sich in Gruppenaufgaben und individuellen Testaufgaben bewähren, um den Personalchef davon zu überzeugen, dass sie die richtige Berufswahl getroffen haben. Der Unterschied besteht darin, dass Berufstests meist vor einer Einstellung erfolgen. Hierbei geht es geradewegs um den jeweiligen Beruf, das Arbeitsgebiet und diesbezügliches Hintergrundwissen. Vor allem Bewerber, in deren Berufswahl Jobs stehen, bei denen elementare Kenntnisse vorausgesetzt werden, müssen ihre Eignung unter Beweis stellen. Hierbei können sowohl Fragen zum Arbeitsgebiet, zur Arbeitsweise oder zum Unternehmen selbst gestellt werden.
Eignungstests hingegen werden oft dort eingesetzt, wo es um Beförderungen oder die Übernahme einer führenden Position geht. Hier kann die Testphase sowohl einen Tag, aber auch eine Woche dauern. In dieser Testphase sollen die einzelnen Bewerber ihr Geschick im Lösen komplizierter Textaufgaben, Rätsel und Gruppenaufgaben zeigen. Entscheidend ist die Art und Weise wie sich Bewerber innerhalb dieser Phase verhalten. Wer Initiative zeigt, entschlossen und konzentriert an die Aufgaben geht, punktet. Personalchefs setzen solche Tests vor allem dazu ein, um ihre Bewerber auf ihre Belastbarkeit und Arbeitsweise zu prüfen.
Selbst in der Freizeit gelingt es vielen Menschen nicht, richtig abzuschalten. Technische Errungenschaften, die das Leben vereinfachen sollen sind oftmals die größten Stressfaktoren. Zwar erleichtern Auto, Mobiltelefon und E-Mail das Leben, jedoch können sich permanente Erreichbarkeit und Massenkonsum auch ziemlich belastend auf die Psyche auswirken. Wer den Kopf nie frei bekommt, setzt sich unnötigem Stress aus und gönnt seinem Geist keine Erholung. Dies gilt für den Job genauso wie für das Privatleben. Ein Trend aus Großbritannien ist das Downshifting, also die Reduktion von Konsum- und Luxusgütern. Hierbei soll der Mensch durch den freiwilligen Verzicht bestimmter Güter und der Arbeit, sein inneres Gleichgewicht wiederfinden.
Nur den Wenigsten gelingt es, dauerhaft die Balance zwischen Job und Privatleben zu halten. Die Mehrheit gelangt zumindest einmal im Leben an den Punkt, wo die Wahl zwischen Job und Privatleben getroffen werden muss. Dies mag eine Zeit lang gut gehen. Wer jedoch permanent aufgrund der Karriere auf ein ausgeglichenes Privatleben verzichten muss, wird krank. Aus diesem Grund wagen immer mehr Menschen den entscheidenden Schritt und verzichten weitestgehend auf Erfolg, Geld, Konsumgüter und die große Karriere zugunsten wichtigerer Ziele im Leben. Manche tauschen sogar Job, Haus und Auto gegen ein einfaches Leben ohne Zentralheizung und fließendes Wasser. So weit muss man jedoch nicht gehen, um sich mehr Freiheit zu sichern. Es reicht, wenn man sich klare Grenzen zieht und die Arbeit reduziert.
Trotzdem kann es sich nicht jeder leisten, in seinem Job einen Gang runter zu schalten. Meist hängt diese Entscheidung vom Einverständnis des Chefs ab. Wenn dieser nicht einverstanden ist bleibt nur die Wahl zwischen einem Jobwechsel oder bleibender Unzufriedenheit. Downshifting eignet sich demnach vor allem für Selbständige oder solche, die weitestgehend ihr eigener Chef sind und über so große Qualifikationen verfügen, dass sie sich ihren Wunschjob aussuchen können.
Wem diese Freiheit versagt bleibt, muss andere Wege finden. Denn auch das Privatleben kann die Ursache für Unzufriedenheit sein. Hier sind es technische Errungenschaften, die das Leben stressiger machen. Mobiltelefone, E-Mail und Pager sorgen zwar für ständige Erreichbarkeit, aber sie verhindern auch Ruhe und Entspannung nach der Arbeit. Nach Feierabend sollten Sie es mit der Flexibilität nicht mehr so ernst nehmen und weder von Kollegen, noch von Ihrem Chef gestört werden. Für den Notfall gibt es das Telefon. Alles andere Betriebliche lässt sich auch später besprechen. Der Feierabend jedoch gehört Ihnen allein. In jedem Fall sollten Sie Ihre Zeit bewusst erleben. Hierzu gehört vor allem Spontaneität. Pläne gelten während der Arbeitszeit. Die Freizeit dient als Ausgleich, um auch einmal das tun zu können, worauf man spontan Lust hat.
Ein gesicherter Job, ein festes Einkommen und Aufstiegschancen- dies sind die Prioritäten, die sich ein Großteil der Menschen setzt. Schon früh wird einem beigebracht, dass ein guter Abschluss und jede Menge Fleiß Garanten für eine unbeschwerte Zukunft sind. Doch der Berufsalltag sieht bei vielen anders aus. Hektik, Überstunden und Dauerstress bestimmen vielerorts das Leben der Arbeitnehmer. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen gegen die große Karriere und für mehr Ausgeglichenheit entscheiden.
Work-Life-Balance heißt das Prinzip, nach welchem Arbeit und Privatleben in Balance gebracht werden sollen. Während Privatinteressen und das Familienleben lange Zeit dem Beruf untergeordnet werden mussten, wollen viele Arbeitnehmer nicht länger aufgrund des Geldes und der Karriere auf familiäres Glück und private Selbstverwirklichung verzichten. Da aber keiner von heute auf morgen seinen Job kündigen und sich vollends zurückziehen kann, müssen sich Arbeitnehmer Mittel und Wege suchen, um Arbeit und Privatleben in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Gerade während der Arbeitszeit gilt es, sich Abwechslung zu verschaffen und für Bequemlichkeit zu sorgen. Wichtigstes Gebot ist, das Privatleben nicht zuliebe der Arbeit in den Hintergrund rücken zu lassen. Beides sollte das Leben zu gleichen Teilen bestimmen.
- Stimmen Sie daher Überstunden nur dann zu, wenn Sie hierfür einen Ausgleich erhalten.
- Auch sollten Sie nie über einen langen Zeitraum zu viel arbeiten.
- Machen Sie während der Arbeit öfter kleine Pausen.
- Gestalten Sie Ihre Pausen sinnvoll. Gehen Sie mit Kollegen Essen, statt alleine herumzusitzen
- Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Freunden und Bekannten.
- Streichen Sie geplante Ausflüge nicht aufgrund der Arbeit.
Immer mehr Menschen wünschen sich, ihre Freizeit gewinnbringend zu nutzen. Heimarbeit liegt daher voll im Trend. Manchen sichern sich mit Hilfe von Online- Arbeit sogar eine längerfristige finanzielle Einnahmequelle. Aber nicht nur Privatpersonen haben die Vorteile der Heimarbeit erkannt und nutzen sie, auch Unernehmen und Arbeitgeber bieten immer mehr Jobs für Heimarbeiter an. Während der Arbeitnehmer größere Freiheiten erhält und sich seine Arbeitszeiten flexibler gestalten kann, profitieren Arbeitgeber von den entfallenden Kosten für Räumlichkeiten und Materialien. Im Internet bieten hierzu eine Fülle von Arbeitgebern seriöse Heimarbeit an. Jedoch gibt es fast genau so viele schwarze Schafe, die gutgläubige Menschen hinters Licht führen. Wer sicher gehen will, sollte sich daher immer die Meinung Dritter einholen, bevor Geld und Zeit umsonst investiert werden.
Das Medium Internet ermöglicht es Ihnen neben- oder hauptberuflich bei freier Zeiteinteilung, Ihr Geld zu verdienen. Je nach Qualifikation, Interesse und Zeitaufwand, den Sie bereit sind zu erbringen, bieten sich Ihnen die verschiedensten Möglichkeiten an. Am bekanntesten werden hierbei Online- Auktionshäuser sein. In der Tat haben hier schon einige das große Geld gemacht. Jedoch hängt Ihr Erfolg hierbei in erster Linie von Ihrer Originalität ab. Wer eine gute Idee hat, die preisgünstig verwirklicht werden und eine große Kundschaft anlocken kann, dem ist der Erfolg fast sicher. Jedoch sollten Sie zunächst kleine Brote backen und sich eine Weile erproben. Wenn Sie ein gutes Allgemeinwissen besitzen und Ihnen kreative Arbeit liegt, können Sie sich mit Texten ein wenig Geld dazu verdienen oder direkt eigene Romane schreiben und als e- books veröffentlichen. Heimarbeit lohnt sich in den meisten Fällen, bringt jedoch selten genügend ein, um davon leben zu können. Für Schüler, Studenten und kreative Geister ergeben sich aber ansprechende Nebenverdienste. Wie mit jeder Arbeit gilt jedoch auch hier, dass die Einnahmen steuerpflichtig sind.
Stress, Burn- Out Syndrom, berufliche Orientierungslosigkeit- Schlagwörter, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wenn sich das gesamte Leben scheinbar nur noch um die Arbeit dreht, wollen die meisten Arbeitnehmer nur noch flüchten und sich einfach mal völlig zurückziehen, um neue Kräfte zu tanken. Die regulären 20 bis 30 Tage Urlaub im Jahr reichen oft nicht einmal dafür aus, einen erholsamen Urlaub zu genießen. Kaum haben sich Körper und Geist auf die Freizeit eingestellt, rückt der Abreisetermin immer näher. Kein Wunder also, dass Arbeitnehmer schon nach kurzer Zeit dieselben Stresssymptome zeigen. Was hier fehlt, ist eine längere Auszeit!
Das Symptom, dass sich Arbeitnehmer für längere Zeit frei nehmen, um vom Beruf abzuschalten, neue Energien zu mobilisieren und sich zu erholen, heißt Sabbatical und lässt sich vom jüdischen Feiertag Sabbat ableiten. Genau wie dort, verzichtet man beim Sabbatical für einen längeren Zeitraum zwischen einigen Monaten bis Jahren teilweise oder völlig auf den Beruf und nutzt die gewonnene Zeit für einen ausgedehnten Urlaub, für berufliche und private Neuorientierungen oder schlichtweg, um sich einmal vollkommen entspannen und das Leben genießen zu können. Das Sabbatical ist jedoch keine einfache Angelegenheit und benötigt eine Menge Vorplanung. Wer es beabsichtigt, sollte sich über einige Gesichtspunkte Klarheit verschaffen.
Wozu soll die Auszeit dienen?
Wie will man die freie Zeit verbringen?
Wie überzeugt man den Chef von der Idee des Sabbatical?
Wie soll man sich in der Zwischenzeit finanzieren?
Um die Freizeit, die man durch das Sabbatical gewinnt optimal nutzen zu können, sollte man sich vorher einen ungefähren Plan über die Unternehmungen und Ziele fertigen, die man anstrebt. Wer völlig planlos in die Auszeit geht, beginnt sich nach kurzer Zeit zu langweilen oder stürzt sich in ziellose Unternehmungen. Beides schadet der Erholung und vergrößert den Stressfaktor. Zudem bietet nicht jeder Betrieb die Möglichkeit, einer längeren beruflichen Auszeit. Viele können sich den Ausfall wichtiger Arbeitskräfte nicht leisten. Es lohnt sich daher, sich über die rechtlichen Grundlagen zu informieren. Kaum ein Chef wird sich dazu bereit erklären, längerfristig auf eine gute Arbeitskraft zu verzichten. Überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber davon, dass Sie mit neuer Energie motivierter als zuvor in den Berufsalltag zurückkehren werden. Diese Aussage stimmt in den meisten Fällen sogar, denn Stress und Überlastung vermindern die Qualität Ihrer Arbeit. Häufig spielt jedoch vor allem der persönliche finanzielle Aspekt eine tragende Rolle. Wer sich eine Auszeit nimmt, muss über das nötige finanzielle Polster verfügen, da ein längerer Arbeitsausfall mit großen finanziellen Einbußen einhergeht. Generell ist es möglich, sich Überstunden anrechnen und später ausbezahlen zu lassen (Mit Chef bzw. Personalabteilung klären). Wer über mehrere Jahre regelmäßig Überstunden macht, kann sich diese unter Umständen als freie Tage anrechnen lassen. Wenn alle finanziellen Aspekte, vor allem auch die zum Thema Krankenversicherung geklärt sind, können Sie sich beruhigt in die Auszeit begeben.
„Wenn Sie Interesse an unserem Unternehmen haben, schicken Sie uns Ihre vollständige Bewerbungsmappe zu. Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden.“ Solche oder ähnliche Sätze stehen unter den meisten Stellenangeboten von Unternehmen und Firmen. Was für das Unternehmen völlig einleuchtend erscheint, bringt junge Bewerber zum Schwitzen und löst nicht selten Panik aus. Denn viele Bewerber wissen schlichtweg nicht, was genau in die Bewerbungsmappe muss. Während die einen noch für umfangreiche Bewerbungsmappen plädieren, empfehlen andere schmalere und übersichtlichere Inhalte. Beide Auffassungen haben ihre Richtigkeit, jedoch sind einige Unterlagen obligatorisch für jede Bewerbung, während andere zusätzliche Informationen vermitteln.
Zunächst soll jedoch ein Überblick über diejenigen Unterlagen gegeben werden, die unbedingt in die Bewerbungsmappe gehören. Jeder Bewerber wünscht sich, schon beim ersten Durchsehen seiner Bewerbung durch den Personalchef punkten zu können. Damit dies gelingt, sollte das Erste, was der Personalchef zu lesen erhält, das Bewerbungsanschreiben sein. Dieses vermittelt einen ersten Eindruck und macht Lust auf mehr. Hierauf folgen der Lebenslauf mit Lichtbild und Nachweise wie Zeugnisse oder Bescheinigungen über absolvierte Praktika und Fortbildungen, aber auch vorhandene Empfehlungsschreiben. Berufseinsteiger müssen hier außerdem noch das Ausbildungszeugnis beifügen. Manche Unternehmen verlangen zusätzlich zum Anschreiben ein sogenanntes Motivationsschreiben. Dieses soll Auskunft über die Motivationsgründe des Bewerbers geben und gehört zwischen Anschreiben und Lebenslauf. Die Anfertigung eines solchen Motivationsschreibens wird auch ohne ausdrückliche Aufforderung empfohlen.
Die Bewerbungsmappe selbst sollte dezent und einfarbig sein. Entsprechende Exemplare können in jedem Fachgeschäft oder in der Schreibwarenabteilung erworben werden. Vermeiden Sie Klarsichthüllen, denn viele Personalchefs nutzen die Bewerbungsunterlagen für Notizen. Verwenden Sie zudem ausschließlich hochwertiges und weißes Druckpapier. Die Bewerbungsmappe darf nicht geknickt werden. Daher muss der Versende- Umschlag entsprechend groß gewählt werden.
Das Motivationsschreiben wird den meisten angehenden Auszubildenden und Studienabsolventen noch recht unbekannt sein. Jedoch erwarten immer mehr Arbeitgeber und Personalchefs, dass Bewerber ihr Interesse an dem Beruf ausführlich begründen. Auf diese Weise soll ermittelt werden, weshalb ein Bewerber sich für einen Beruf entschieden hat und abgeschätzt werden, ob er die nötige Motivation und Zähigkeit mitbringt, um sich beständig und energisch, für seinen Wunschjob einzusetzen und weiterzuentwickeln.
Das Motivationsschreiben wird häufig auch als dritte Seite der Bewerbung bezeichnet und sollte niemals unterschätzt oder als bloßer Zusatz betrachtet werden, denn hierin präsentieren sich Bewerber fast schon auf die Art und Weise wie sie es sonst nur im direkten Bewerbungsgespräch können. Auch wenn nicht explizit danach verlangt wird, sollten sich Bewerber die Zeit nehmen und das Motivationsschreiben verfassen, um sich so einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern zu verschaffen.
Inhaltlich ist es ratsam, sich an die Angaben aus dem Lebenslauf zu halten und hierbei besondere Punkte, die nicht weiter ausgeführt werden konnten, ausführlicher zu bearbeiten. Da sowohl der Lebenslauf als auch das Anschreiben nur wenig Platz für die Ausarbeitung von Erfahrungen und besonderen Kenntnissen hinsichtlich des gewünschten Berufes bieten, ist es wichtig, diese im Motivationsschreiben hervorzuheben und persönliche Stärken und Motivationen näher zu erläutern. Das Motivationsschreiben ist oftmals die einzige Möglichkeit, sich entschieden von seinen Mitbewerbern abzuheben und individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen für den Personalchef ersichtlich zu machen. Aus diesem Grund sollten Bewerber darauf achten, dass sie vor allem diejenigen Aspekte näher ausführen, die in direkter Relation zum angestrebten Beruf stehen. Auch sollte die Länge von einer Seite nicht überschritten werden und auf inhaltliche Genauigkeit und Stimmigkeit geachtet werden.
Die Globalisierung und der ständige Wettbewerb der Betriebe untereinander sorgen für einen immer internationaler werdenden Berufsalltag. Von Auszubildenden, Praktikanten und Studienabsolventen werden daher immer mehr Kompetenzen erwartet, die über das allgemeine Berufswissen hinausgehen. Hierzu gehören vor allem ausgeprägte Sprachkenntnisse, aber auch spezifisch kulturelle Kenntnisse, die vor allem für große Unternehmen mit internationaler Kundschaft bedeutend sind. Solche Erfahrungen und Kompetenzen, die für die Arbeit in internationalen Branchen notwendig sind, können Absolventen und Studenten am effektivsten direkt im Ausland erwerben.
Das Arbeiten im Ausland ist keine Seltenheit mehr. Vor allem Studenten wird es immer dringender empfohlen, den Schritt ins Ausland zu wagen, um sich für den späteren Beruf besser zu qualifizieren und sich gleichzeitig mehr Möglichkeiten zu eröffnen. Aber auch Auszubildende können im Rahmen eines Praktikums, für mehrere Monate ins Ausland gehen, um dort Erfahrungen zu sammeln, die individuellen Sprachkenntnisse zu erweitern und die Arbeitsweise und Kultur fremder Nationen kennen zu lernen. Hierzu bieten sowohl Unternehmen als auch Organisationen die Möglichkeit.
Das Arbeiten im Ausland setzt nach wie vor vorhandene Sprachkenntnisse voraus. Wer die Landessprache nicht beherrscht, wird sich nur schwerlich zurechtfinden. Sprachlücken sollten daher vor dem Einsatz im Ausland gefüllt werden. Natürlich muss das Arbeiten im Ausland auch finanziert werden. Studenten können hier Auslandsbafög beantragen. Auszubildende werden in seltenen Fällen von ihrem Arbeitgeber gefördert. Zudem bieten viele Organisationen spannende Auslandsaufenthalte für junge Menschen an, im Rahmen derer sie Wohltätigkeitsarbeit ausüben, viele Erfahrungen sammeln und ihren kulturellen Horizont erweitern. Weitere Informationen hierzu finden Interessierte sowohl bei der Bundesagentur für Arbeit, als auch bei den großen Organisationen selbst.
Bewerber sollten darauf vorbereitet sein, dass sie beim Bewerbungsgespräch nach bestimmten persönlichen Kompetenzen gefragt werden. Hiermit wollen Chefs in Erfahrung bringen, mit wem sie es zu tun haben.
„Wie teamfähig sind Sie?“ Chefs müssen sich darauf verlassen, dass ihre Mitarbeiter produktiv zusammenarbeiten. Einzelgänger sind daher nicht gerne gesehen. Wenn Sie nach Ihrer Teamfähigkeit gefragt werden, sollten Sie anführen, dass Sie Spaß daran haben in einer Gruppe zu arbeiten, sofern Sie Ihre Ideen produktiv einbringen können. Machen Sie jedoch auch deutlich, dass Sie genauso viel Freude an selbständiger Arbeit haben.
„Wie flexibel sind Sie?“ Wie immer gilt, Abstand nehmen von eingeübten Phrasen. Ein flexibler Arbeitnehmer zeichnet sich vor allen dadurch aus, dass er auch Sonderaufgaben übernimmt.
„Wie steht es um Ihre Motivation?“ Motivation ist die Grundvoraussetzung, die jeder Arbeitnehmer mitbringen muss. Antworten Sie nicht, dass Sie immer motiviert sind. Wenn Sie sich durch Ihre beruflichen Erfolge motivieren, wirken Sie gleich viel tatenfreudiger. Betonen Sie, dass Sie Ihre Fähigkeiten gerne weiter ausbauen wollen.
„Wie lösen Sie komplizierte oder ungeliebte Aufgaben?“ Beachten Sie, dass solche Fragen, in denen es um Ihr Arbeitsverhalten unter Schwierigkeiten geht, immer Fragen nach Ihrer Einsatzbereitschaft sind. Geben Sie Auskunft über Ihr Engagement und Ihre Kompetenzen wie Einsatzbereitschaft, Ausdauer und Eigenständigkeit. Wer auch ungeliebte Aufgaben übernimmt und stets versucht, das Beste aus sich herauszuholen gewinnt das Vertrauen und die Anerkennung des Chefs.
„Identifizieren Sie sich mit Ihrer Arbeit?“ Natürlich tun Sie dies. Aber bloß keine Übertreibungen. Spezialisieren Sie sich stattdessen auf bestimmte Aspekte des jeweiligen Berufs, mit denen Sie sich besonders gut identifizieren können, die Sie besonders motivieren und Aufgaben, die Sie besonders gut beherrschen.