JobKultur

Bewerbung, Karriere und Job Trends

Archive for the ‘Weniger Arbeit’ Category

Samstag
Jan 17,2009

Eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit herzustellen ist nicht immer einfach, doch sowohl Job als auch Freizeit sollte immer genügend Aufmerksamkeit zukommen. Wo die richtige Balance ist, ist natürlich auch Typ abhängig und auch abhängig von der aktuellen Lebenssituation.
Um die richtige Work-Life-Balance zu finden sollte man die eigenen Bedürfnisse erst einmal analysieren, denn nur wer die eigenen Bedürfnisse klar definieren kann, kann auch die richtige Gewichtung zwischen Arbeit und Freizeit finden. Die eigene Lebenssituation sollte dabei genau beleuchtet werden und natürlich die Ziele die man sich selbst im Leben gesetzt hat. Wer nur für den Beruf lebt, kommt schnell an den Punkt wo er ausgebrannt ist und kaum mehr Energie hat. Wer allerdings nur Gewichtung auf das Privatleben legt, wird im Job kaum erfolgreich sein und wird auch finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.
Gerade Mütter tun sich häufig schwer ihre eigene Work-Life-Balance zu finden, denn Kinder nehmen viel Zeit in Anspruch und der Beruf wird häufig nur noch als Belastung empfunden. Hier lohnt eine Analyse der Situation besonders, denn häufig wird der Stress durch schlechtes Zeitmanagement und ungünstige Arbeitszeiten verstärkt. Kinder und Familie kosten Zeit und die sollte man sich auch nehmen, dies gelingt allerdings nur, wenn die Arbeitszeiten auch Familiengerecht sind und auf die eigene Situation abgestimmt werden. Wer sich in der Situation befindet, dass er Familie und Beruf nur schlecht unter einen Hut bekommt, der sollte ein Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen und versuchen ein geeignetes Beschäftigungsmodell für sich zu finden. Häufig hilft es schon, wenn man Kernzeiten für die Anwesenheit vereinbart und ansonsten Gleitzeit möglich ist, denn so kann man die Arbeitszeiten perfekt auf die Bedürfnisse von Kindern und Familie abstimmen und findet endlich für sich selbst wieder eine Balance und kann gelassener in den Tag gehen.
Wer alleinstehend ist und die beruflichen Belange in den Vordergrund stellt, der sollte sich auch überlegen, ob Arbeit wirklich die Erfüllung ist oder ob es noch andere Werte im Leben gibt die einem persönlich wichtig sind. Freizeit zu gestallten fällt vielen Singles schwer, vor allem wenn über Jahre die Freizeit kaum Gewichtung hatte. Doch Arbeit alleine macht nicht glücklich, sondern das richtige Verhältnis von Arbeit und Freizeit und auch Singles brauchen Zeit für sich und ihre privaten Bedürfnisse. Wer über einen längeren Zeitraum private Bedürfnisse verdrängt und ihnen kaum mehr Raum gibt, wird mit der Zeit weniger Leistung im Berufsleben erbringen, denn die innere Ausgeglichenheit leidet mit der Zeit extrem und so sollte man sich auch im Privatleben Ziele setzen und Zeit für Entspannung einplanen. Nur wer Job und Privatleben gleichermaßen Raum schenkt, der wird dauerhaft Leistungsfähig sein und nicht an die eigenen Belastungsgrenzen stoßen.

Mittwoch
Aug 20,2008

Selbst in der Freizeit gelingt es vielen Menschen nicht, richtig abzuschalten. Technische Errungenschaften, die das Leben vereinfachen sollen sind oftmals die größten Stressfaktoren. Zwar erleichtern Auto, Mobiltelefon und E-Mail das Leben, jedoch können sich permanente Erreichbarkeit und Massenkonsum auch ziemlich belastend auf die Psyche auswirken. Wer den Kopf nie frei bekommt, setzt sich unnötigem Stress aus und gönnt seinem Geist keine Erholung. Dies gilt für den Job genauso wie für das Privatleben. Ein Trend aus Großbritannien ist das Downshifting, also die Reduktion von Konsum- und Luxusgütern. Hierbei soll der Mensch durch den freiwilligen Verzicht bestimmter Güter und der Arbeit, sein inneres Gleichgewicht wiederfinden.

Nur den Wenigsten gelingt es, dauerhaft die Balance zwischen Job und Privatleben zu halten. Die Mehrheit gelangt zumindest einmal im Leben an den Punkt, wo die Wahl zwischen Job und Privatleben getroffen werden muss. Dies mag eine Zeit lang gut gehen. Wer jedoch permanent aufgrund der Karriere auf ein ausgeglichenes Privatleben verzichten muss, wird krank. Aus diesem Grund wagen immer mehr Menschen den entscheidenden Schritt und verzichten weitestgehend auf Erfolg, Geld, Konsumgüter und die große Karriere zugunsten wichtigerer Ziele im Leben. Manche tauschen sogar Job, Haus und Auto gegen ein einfaches Leben ohne Zentralheizung und fließendes Wasser. So weit muss man jedoch nicht gehen, um sich mehr Freiheit zu sichern. Es reicht, wenn man sich klare Grenzen zieht und die Arbeit reduziert.

Trotzdem kann es sich nicht jeder leisten, in seinem Job einen Gang runter zu schalten. Meist hängt diese Entscheidung vom Einverständnis des Chefs ab. Wenn dieser nicht einverstanden ist bleibt nur die Wahl zwischen einem Jobwechsel oder bleibender Unzufriedenheit. Downshifting eignet sich demnach vor allem für Selbständige oder solche, die weitestgehend ihr eigener Chef sind und über so große Qualifikationen verfügen, dass sie sich ihren Wunschjob aussuchen können.

Wem diese Freiheit versagt bleibt, muss andere Wege finden. Denn auch das Privatleben kann die Ursache für Unzufriedenheit sein. Hier sind es technische Errungenschaften, die das Leben stressiger machen. Mobiltelefone, E-Mail und Pager sorgen zwar für ständige Erreichbarkeit, aber sie verhindern auch Ruhe und Entspannung nach der Arbeit. Nach Feierabend sollten Sie es mit der Flexibilität nicht mehr so ernst nehmen und weder von Kollegen, noch von Ihrem Chef gestört werden. Für den Notfall gibt es das Telefon. Alles andere Betriebliche lässt sich auch später besprechen. Der Feierabend jedoch gehört Ihnen allein. In jedem Fall sollten Sie Ihre Zeit bewusst erleben. Hierzu gehört vor allem Spontaneität. Pläne gelten während der Arbeitszeit. Die Freizeit dient als Ausgleich, um auch einmal das tun zu können, worauf man spontan Lust hat.

Dienstag
Aug 19,2008

Ein gesicherter Job, ein festes Einkommen und Aufstiegschancen- dies sind die Prioritäten, die sich ein Großteil der Menschen setzt. Schon früh wird einem beigebracht, dass ein guter Abschluss und jede Menge Fleiß Garanten für eine unbeschwerte Zukunft sind. Doch der Berufsalltag sieht bei vielen anders aus. Hektik, Überstunden und Dauerstress bestimmen vielerorts das Leben der Arbeitnehmer. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen gegen die große Karriere und für mehr Ausgeglichenheit entscheiden.

Work-Life-Balance heißt das Prinzip, nach welchem Arbeit und Privatleben in Balance gebracht werden sollen. Während Privatinteressen und das Familienleben lange Zeit dem Beruf untergeordnet werden mussten, wollen viele Arbeitnehmer nicht länger aufgrund des Geldes und der Karriere auf familiäres Glück und private Selbstverwirklichung verzichten. Da aber keiner von heute auf morgen seinen Job kündigen und sich vollends zurückziehen kann, müssen sich Arbeitnehmer Mittel und Wege suchen, um Arbeit und Privatleben in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Gerade während der Arbeitszeit gilt es, sich Abwechslung zu verschaffen und für Bequemlichkeit zu sorgen. Wichtigstes Gebot ist, das Privatleben nicht zuliebe der Arbeit in den Hintergrund rücken zu lassen. Beides sollte das Leben zu gleichen Teilen bestimmen.

- Stimmen Sie daher Überstunden nur dann zu, wenn Sie hierfür einen Ausgleich erhalten.
- Auch sollten Sie nie über einen langen Zeitraum zu viel arbeiten.
- Machen Sie während der Arbeit öfter kleine Pausen.
- Gestalten Sie Ihre Pausen sinnvoll. Gehen Sie mit Kollegen Essen, statt alleine herumzusitzen
- Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Freunden und Bekannten.
- Streichen Sie geplante Ausflüge nicht aufgrund der Arbeit.

Sonntag
Aug 17,2008

Stress, Burn- Out Syndrom, berufliche Orientierungslosigkeit- Schlagwörter, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wenn sich das gesamte Leben scheinbar nur noch um die Arbeit dreht, wollen die meisten Arbeitnehmer nur noch flüchten und sich einfach mal völlig zurückziehen, um neue Kräfte zu tanken. Die regulären 20 bis 30 Tage Urlaub im Jahr reichen oft nicht einmal dafür aus, einen erholsamen Urlaub zu genießen. Kaum haben sich Körper und Geist auf die Freizeit eingestellt, rückt der Abreisetermin immer näher. Kein Wunder also, dass Arbeitnehmer schon nach kurzer Zeit dieselben Stresssymptome zeigen. Was hier fehlt, ist eine längere Auszeit!

Das Symptom, dass sich Arbeitnehmer für längere Zeit frei nehmen, um vom Beruf abzuschalten, neue Energien zu mobilisieren und sich zu erholen, heißt Sabbatical und lässt sich vom jüdischen Feiertag Sabbat ableiten. Genau wie dort, verzichtet man beim Sabbatical für einen längeren Zeitraum zwischen einigen Monaten bis Jahren teilweise oder völlig auf den Beruf und nutzt die gewonnene Zeit für einen ausgedehnten Urlaub, für berufliche und private Neuorientierungen oder schlichtweg, um sich einmal vollkommen entspannen und das Leben genießen zu können. Das Sabbatical ist jedoch keine einfache Angelegenheit und benötigt eine Menge Vorplanung. Wer es beabsichtigt, sollte sich über einige Gesichtspunkte Klarheit verschaffen.

Wozu soll die Auszeit dienen?
Wie will man die freie Zeit verbringen?
Wie überzeugt man den Chef von der Idee des Sabbatical?
Wie soll man sich in der Zwischenzeit finanzieren?

Um die Freizeit, die man durch das Sabbatical gewinnt optimal nutzen zu können, sollte man sich vorher einen ungefähren Plan über die Unternehmungen und Ziele fertigen, die man anstrebt. Wer völlig planlos in die Auszeit geht, beginnt sich nach kurzer Zeit zu langweilen oder stürzt sich in ziellose Unternehmungen. Beides schadet der Erholung und vergrößert den Stressfaktor. Zudem bietet nicht jeder Betrieb die Möglichkeit, einer längeren beruflichen Auszeit. Viele können sich den Ausfall wichtiger Arbeitskräfte nicht leisten. Es lohnt sich daher, sich über die rechtlichen Grundlagen zu informieren. Kaum ein Chef wird sich dazu bereit erklären, längerfristig auf eine gute Arbeitskraft zu verzichten. Überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber davon, dass Sie mit neuer Energie motivierter als zuvor in den Berufsalltag zurückkehren werden. Diese Aussage stimmt in den meisten Fällen sogar, denn Stress und Überlastung vermindern die Qualität Ihrer Arbeit. Häufig spielt jedoch vor allem der persönliche finanzielle Aspekt eine tragende Rolle. Wer sich eine Auszeit nimmt, muss über das nötige finanzielle Polster verfügen, da ein längerer Arbeitsausfall mit großen finanziellen Einbußen einhergeht. Generell ist es möglich, sich Überstunden anrechnen und später ausbezahlen zu lassen (Mit Chef bzw. Personalabteilung klären). Wer über mehrere Jahre regelmäßig Überstunden macht, kann sich diese unter Umständen als freie Tage anrechnen lassen. Wenn alle finanziellen Aspekte, vor allem auch die zum Thema Krankenversicherung geklärt sind, können Sie sich beruhigt in die Auszeit begeben.