Das Motivationsschreiben wird den meisten angehenden Auszubildenden und Studienabsolventen noch recht unbekannt sein. Jedoch erwarten immer mehr Arbeitgeber und Personalchefs, dass Bewerber ihr Interesse an dem Beruf ausführlich begründen. Auf diese Weise soll ermittelt werden, weshalb ein Bewerber sich für einen Beruf entschieden hat und abgeschätzt werden, ob er die nötige Motivation und Zähigkeit mitbringt, um sich beständig und energisch, für seinen Wunschjob einzusetzen und weiterzuentwickeln.
Das Motivationsschreiben wird häufig auch als dritte Seite der Bewerbung bezeichnet und sollte niemals unterschätzt oder als bloßer Zusatz betrachtet werden, denn hierin präsentieren sich Bewerber fast schon auf die Art und Weise wie sie es sonst nur im direkten Bewerbungsgespräch können. Auch wenn nicht explizit danach verlangt wird, sollten sich Bewerber die Zeit nehmen und das Motivationsschreiben verfassen, um sich so einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern zu verschaffen.
Inhaltlich ist es ratsam, sich an die Angaben aus dem Lebenslauf zu halten und hierbei besondere Punkte, die nicht weiter ausgeführt werden konnten, ausführlicher zu bearbeiten. Da sowohl der Lebenslauf als auch das Anschreiben nur wenig Platz für die Ausarbeitung von Erfahrungen und besonderen Kenntnissen hinsichtlich des gewünschten Berufes bieten, ist es wichtig, diese im Motivationsschreiben hervorzuheben und persönliche Stärken und Motivationen näher zu erläutern. Das Motivationsschreiben ist oftmals die einzige Möglichkeit, sich entschieden von seinen Mitbewerbern abzuheben und individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen für den Personalchef ersichtlich zu machen. Aus diesem Grund sollten Bewerber darauf achten, dass sie vor allem diejenigen Aspekte näher ausführen, die in direkter Relation zum angestrebten Beruf stehen. Auch sollte die Länge von einer Seite nicht überschritten werden und auf inhaltliche Genauigkeit und Stimmigkeit geachtet werden.