Immer mehr deutsche Arbeitnehmer sehen sich vor der Entscheidung ins Ausland zu gehen, einige freiwillig und andere werden von ihrem Vorgesetzten mehr oder minder darum gebeten. Wer auf Grund seiner Qualifikation von seinem Arbeitgeber an einen anderen Standort beordert wird, der hat gute Chancen in Verhandlungen um Sonderleistungen zu gehen und sollte diese Chancen nicht ungenutzt lassen.
Gerade Fach- und Führungskräfte müssen immer häufiger damit rechnen auch dauerhaft von deutschen Firmen im Ausland eingesetzt werden. Wer gut verhandelt hat gute Chancen aus dem häufig vom Chef verordneten Auslandsaufenthalt auch für sich persönlich das Beste herauszuholen. Gerade wer Familie hat und über einen längeren Zeitraum für sein Unternehmen im Ausland tätig werden soll, hat gute Chancen, dass das Unternehmen für eine komplette Umsiedlung der Familie finanzielle Mittel zur Verfügung stellt und zusätzlich sogar den Umzug organisiert und sich auch um organisatorische Dinge kümmert, wie zum Beispiel Schulen und Kindergärten in der neuen Heimat.
Schon vor dem Auslandsaufenthalt können Arbeitnehmer Sprachkurse auf Firmenkosten nutzen und ihre Wünsche für das neue Heim äußern, sodass ein gutes Einleben am neuen Standort reibungslos von statten gehen kann. Gerade Großunternehmen lassen es sich etwas kosten ihre deutschen Fachkräfte auch an Standorten im Ausland einsetzen zu können und ihnen dort das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. So wird häufig in der Planung für den Arbeitnehmer ein soziales Auffangnetz in seiner neuen Heimat organisiert, sodass von Anfang an eine gute Betreuung in der neuen Heimat vorhanden ist und bei Anfangsschwierigkeiten unterstützt.
Wer ins Ausland versetzt werden soll, der sollte deshalb klare Forderungen an den Arbeitgeber stellen und auch entsprechend seine Wünsche äußern. Zwar locken alle Firmen mit Sonderzahlungen für die Dauer des Auslandeinsatzes, doch sind alle anderen Unterstützungsmaßnahmen reine Verhandlungssache. Gerade wer mit Familie ins Ausland gehen möchte, der sollte sich vom Arbeitgeber die nötige Unterstützung zu sichern lassen, sodass ein reibungsloser Ablauf garantiert werden kann und die oft sehr hohen Umzugskosten vom Arbeitgeber getragen werden.
Aktuell werden gerade für den russischen und für den asiatischen Raum deutsche Fachkräfte für den Aufbau neuer Produktionsstätten umgesiedelt. Aber auch Länder wie die Türkei oder das ehemalige Jugoslawien sind weiterhin für deutsche Unternehmen ein interessanter Markt in dem gerne investiert wird.
Dubai liegt am Persischen Golf und bietet Arbeitsplätze für Menschen aus aller Welt und aus allen Branchen. Dubai ist dank dem Scheich Muhammed bin Raschid Al Maktum zu einem der reichsten Länder dieser Erde geworden und natürlich verbinden viele Menschen mit Dubai Urlaub der Sonderklasse und Luxus pur. Durch die Träume des Scheichs wurden in Dubai viele Luxus Gebäude errichtet und Dubai wurde zu der innovativsten Stadt in der Welt, die durch schnelles Wachstum zahlreiche Arbeitsplätze innerhalb kürzester Zeit schaffen konnte.
Mittlerweile ist Dubai ein Mekka für Fachkräfte aus aller Welt, denn durch das ständige Wachstum der Stadt sind Fachkräfte und Arbeiter Mangelware geworden. Schon lange arbeiten und Leben in Dubai Fachkräfte aus Europa, USA und Kanada und besonders deutsche Arbeitskräfte sind gerne gesehen in Dubai, so arbeiten mehr als 9.000 Deutsche heute schon in Dubai und die Tendenz ist steigend. Dank der Arbeitskräfte aus aller Welt ist schon längst Englisch zur inoffiziellen Landesprache Dubais geworden, so haben auch deutsche Arbeitnehmer keine Verständigungsprobleme und können sich so im privaten sowie im beruflichen Umfeld gut verständigen.
Die Chancen die das Wirtschaftswachstum in Dubai deutschen Arbeitskräften bietet sind enorm, denn alle Branchen Boomen. Für deutsche Verhältnisse ist der verdienst relativ niedrig, denn der Mindestlohn für ungelernte Kräfte beträgt ab 200 Euro im Monat und für qualifizierte Kräfte ab 800 Euro im Monat, natürlich sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Gut zu verhandeln ist also ein Muss um ein gutes Gehalt zu erhalten, doch auch so sind deutsche Arbeitskräfte gerne gesehen und viele Arbeitgeber in Dubai sind bereit über dem Mindestlohn zu bezahlen. Besonders im technischen und im Managementbereich sind Arbeitskräfte in Dubai sehr gut bezahlt. Da grundsätzlich in Dubai keine Einkommenssteuer fällig wird, ist das Gehalt Brutto wie Netto und durch die geringeren Lebenskosten lässt es sich in Dubai auch mit dem Mindestlohn noch relativ gut leben.
Für die Einreise nach Dubai ist ein gebührenfreies Visum von Nöten welches über die Botschaft VAE in Berlin erhältlich ist (www.vae-botschaft.de). Dieses Visum ermöglicht einen Aufenthalt bis zu 60 Tagen in Dubai, eine Arbeitsgenehmigung und ein Dauerhaftes Visum kann direkt in Dubai beantragt werden, jedoch gibt es für Europäer nur die Bedingung der englischen Sprache mächtig zu sein und so ist gerade für Deutsche die Arbeitsaufnahme in Dubai kein Problem.
Immer mehr Menschen sind in Deutschland dauerhaft arbeitslos. Das Erschreckende ist, dass immer mehr hoch qualifizierte Kräfte kaum Chancen auf eine feste Arbeitsstelle haben. Für viele Bundesbürger ist die einzige Chance auf Arbeit in der Zwischenzeit der Gang ins Ausland. Von Österreich, über Spanien, bis hin nach Dubai, die Möglichkeiten und Chancen für qualifizierte Arbeitskräfte sind sehr groß. Auch die Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Arbeitssuche im Ausland und kann Hilfestellungen geben, wobei Eigeninitiative sehr wichtig ist. Die populärsten Länder der Deutschen bei der Arbeitssuche:
Österreich
Branchen: Call Center, Hotellerie und Tourismus
Aktuelle Lage: Österreich kämpft selbst mit Arbeitslosigkeit, doch in den genannten Bereichen werden deutsche Arbeitskräfte den einheimischen vorgezogen, dies liegt nicht zuletzt daran, dass deutsche Arbeitnehmer als motivierter gelten und ein besseres Ausbildungsniveau besitzen.
Spanien:
Branchen: Tourismus, Handwerk und Dienstleistung, Medizinischer Bereich
Aktuelle Lage: Immer mehr Deutsche lassen sich in Spanien nieder, es haben sich komplette Siedlungen mit deutscher Bevölkerung gebildet, entsprechend hoch ist die Nachfrage nach deutschen Arbeitskräften. Ob Bäcker, Friseur oder Arzt, die Nachfrage nach deutschen Arbeitskräften ist in Spanien sehr hoch.
Irland
Branchen: Bau, Handwerk, Call Center, hoch qualifizierte Fachkräfte in allen Branchen (Management)
Aktuelle Lage: Irland ist eines der wenigen Länder in denen in den letzten Jahren ein enormes Wirtschaftswachstum vorhanden war. Dank positiver Prognosen und steuerlicher Vorteile verlegen immer mehr Firmen ihren Firmensitz nach Irland. Durch das stetige Wachstum investieren auch immer mehr Firmen und so boomt auch die Baubranche in Irland.
Schweiz
Branchen: Hotellerie und Tourismus
Aktuelle Lage: Die Schweiz zeigt sich wirtschaftlich gesehen sehr stabil. Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz eher die Seltenheit. Gerade im Bereich Hotellerie und Tourismus setzen Schweizer Arbeitgeber gerne auf deutsches Personal.
Holland und Belgien
Branchen: Call Center, Bau, Handwerk, Service
Aktuelle Lage: Holland und Belgien zeigen sich sehr ähnlich, denn hier werden gezielt Fachkräfte aus einzelnen Bereichen gesucht. Wirtschaftliches Wachstum und ein mangel an Fachkräften sorgt dafür, dass holländische und belgische Firmen gezielt nach deutschen Arbeitskräften Ausschau halten.
Doch auch in anderen Ländern zeigen sich Arbeitgeber offen für deutsche Arbeitskräfte. Momentan bieten sich gute Chancen in Kanada, Ägypten, Dubai und nicht zu letzt auch in der Türkei. Für alle Länder gilt Deutsch und Englisch als Pflichtsprache und natürlich sollte auch zumindest ein Grundwissen der Landessprache vorhanden sein. Wer gezielt nach einer Stelle im Ausland sucht, wird von der Agentur für Arbeit unterstützt durch die Finanzierung von Sprachkursen, aber auch Umzugshilfen bei Vorlage eines unbefristeten Arbeitsvertrages sind möglich.
Die Globalisierung und der ständige Wettbewerb der Betriebe untereinander sorgen für einen immer internationaler werdenden Berufsalltag. Von Auszubildenden, Praktikanten und Studienabsolventen werden daher immer mehr Kompetenzen erwartet, die über das allgemeine Berufswissen hinausgehen. Hierzu gehören vor allem ausgeprägte Sprachkenntnisse, aber auch spezifisch kulturelle Kenntnisse, die vor allem für große Unternehmen mit internationaler Kundschaft bedeutend sind. Solche Erfahrungen und Kompetenzen, die für die Arbeit in internationalen Branchen notwendig sind, können Absolventen und Studenten am effektivsten direkt im Ausland erwerben.
Das Arbeiten im Ausland ist keine Seltenheit mehr. Vor allem Studenten wird es immer dringender empfohlen, den Schritt ins Ausland zu wagen, um sich für den späteren Beruf besser zu qualifizieren und sich gleichzeitig mehr Möglichkeiten zu eröffnen. Aber auch Auszubildende können im Rahmen eines Praktikums, für mehrere Monate ins Ausland gehen, um dort Erfahrungen zu sammeln, die individuellen Sprachkenntnisse zu erweitern und die Arbeitsweise und Kultur fremder Nationen kennen zu lernen. Hierzu bieten sowohl Unternehmen als auch Organisationen die Möglichkeit.
Das Arbeiten im Ausland setzt nach wie vor vorhandene Sprachkenntnisse voraus. Wer die Landessprache nicht beherrscht, wird sich nur schwerlich zurechtfinden. Sprachlücken sollten daher vor dem Einsatz im Ausland gefüllt werden. Natürlich muss das Arbeiten im Ausland auch finanziert werden. Studenten können hier Auslandsbafög beantragen. Auszubildende werden in seltenen Fällen von ihrem Arbeitgeber gefördert. Zudem bieten viele Organisationen spannende Auslandsaufenthalte für junge Menschen an, im Rahmen derer sie Wohltätigkeitsarbeit ausüben, viele Erfahrungen sammeln und ihren kulturellen Horizont erweitern. Weitere Informationen hierzu finden Interessierte sowohl bei der Bundesagentur für Arbeit, als auch bei den großen Organisationen selbst.
