Dass Firmen kostensparend arbeiten ist hinreichend bekannt. Aber leider nehmen viele dabei keine Rücksicht auf die sozialen Bedürfnisse ihrer Angestellten. Denn oftmals wird sich bei der Aufteilung der Büros für die Großraumvariante entschieden.
Dabei haben neue Studien ergeben, dass Großraumbüros krank machen. Angestellte, die in einem Großraumbüro arbeiten, leiden unter dem Verlust der Privatsphäre und haben ständig mit einer Reizüberflutung zu kämpfen. Hinzu kommt die wachsende Unzufriedenheit und die Angst, von ihren Kollegen beobachtet zu werden. Großraumbüros sind auch gleichzeitig der Nährboden für Mobbing.
Auch wenn einige Mitarbeiter von Großraumbüros schwärmen, senken sie die Produktivität der Angestellten, die in solchen Büros arbeiten müssen. Für Routinearbeiten mag ein Großraumbüro von Vorteil sein, da es die Eintönigkeit ein wenig mildert, aber für Arbeiten, die ein gewisses Maß an Konzentration erfordern, sind sie denkbar ungeeignet. Der Lärmpegel ist zu hoch und die Menschen sind einem hohen Stressfaktor ausgesetzt. Die Krankheitsrate ist hier wesentlich höher als in Einzelbüros.
Bemerkenswert ist allerdings, dass sich die Chefs häufig in ihren Einzelbüros verstecken und dazu noch von einer Sekretärin abgeschirmt werden. Wen wundert es da, dass sich viele Mitarbeiter in einem Großraumbüro auch ein wenig mehr Abgeschiedenheit wünschen und auch gerne eine Vorzimmerdame hätten, die bestimmt, wer hinein darf und wer nicht.
Immer mehr Menschen leiden unter Rückenschmerzen und vorwiegend sind Menschen mit sitzenden Tätigkeiten betroffen. Wenn der Büroalltag durch Rückenschmerzen zur Qual wird, dann sollten Betroffene dringend handeln. Wie man im Büro vorbeugen kann und effektiv gegen Schmerzen vorgehen kann, ist erlernbar.
Falsch eingestellte Bürostühle, falsche Tischhöhen und Monitore die im falschen Winkel eingestellt sind, all dies führt zu Rückenschmerzen und Verspannungen. Rückenschmerzen sind nicht nur störend, sondern beeinträchtigt auch die Arbeit, da durch die Schmerzen die Konzentrationsfähigkeit stark nach lässt. Schon durch die richtigen Einstellungen von Büromöbeln und Monitoren kann man einiges gut machen und Verspannungen vermeiden. Leider reicht dies häufig nicht aus um den Rückenschmerzen Herr zu werden und so sollte im Büro grundsätzlich aktives Sitzen praktiziert werden. Aktives Sitzen bedeutet möglichst häufig die Sitzposition zu verändern und dadurch den Rücken zu entlasten. Idealer Weise sollte bei chronischen Rückenschmerzen an Stelle des Bürostuhls lieber ein Sitzball genutzt werden, denn dieser entlastet die Wirbelsäule beim Sitzen und automatisiert das aktive Sitzen.
Um die Rückenmuskulatur zu stärken sollte Gymnastik in den täglichen Ablauf mit eingeplant werden. Empfehlenswert ist verordnete Krankengymnastik, doch auch Qi Gong bietet sich an um den Rückenschmerzen zu Leibe zu rücken. Spezielle Kurse in Fitnessstudios und Volkshochschulen bieten neben guter Anleitung auch die Möglichkeit Kontakte zu anderen Betroffenen aufzubauen, sodass ein Austausch möglich wird. Bewegung ist das A und O um einen Ausgleich zum sitzenden Bürojob zu schaffen.Neben Gymnastik kann Schwimmen, Radfahren, Joggen und viel mehr den Bewegungsmangel ausgleichen.
Zusätzlich sollte man gegen vorhandene Verspannungen vorgehen. Eine Möglichkeit hierzu sind medizinische Massagen, doch auch mobile Masseure bieten sich an um gegen Verspannungen direkt am Arbeitsplatz vorzugehen. Einige Firmen unterstützen ihre Mitarbeiter und bestellen einmal die Woche einen mobilen Masseur ins Büro, sodass alle interessierten Mitarbeiter sich massieren lassen können. Eine Nachfrage bei Vorgesetzten kann lohnen, denn häufig braucht es nur eine gezielte Anregung, denn häufig leiden auch Vorgesetzte an Verspannungen und wissen darum, dass durch Verspannungen und Rückenschmerzen die Konzentration und die Leistungsfähigkeit nach lässt. Größere Firmen bieten sogar Fitnessräume für ihre Mitarbeiter an und unterstützen diese auch mit weiteren Maßnahmen bei der Bekämpfung von Rückenschmerzen und Verspannungen.
