Im Bewerbungsgespräch müssen Sie mit allerlei Fragen rechnen. Hierzu gehören auch unzulässige Bewerbungsfragen, bei denen es sich fast ausschließlich um sehr persönliche Informationen handelt, die keinerlei Relevanz für Ihren zukünftigen Beruf haben, meist aber trotzdem gestellt werden, um Ihre Reaktion zu testen. Wer selbstbewusst und bestimmt auftritt und sich nicht einschüchtern lässt, hinterlässt einen guten Eindruck. Bei unzulässigen Fragen dürfen Sie mitunter sogar lügen. Aber eben nur bei unzulässigen Fragen.
„Planen Sie eine Familie?“ „Wollen sie heiraten?“ Ihre Familienplanung ist Privatsache und macht definitiv keine Aussage über ihre Qualitäten als Arbeitnehmer. Gerade Frauen werden oft danach gefragt, ob sie Kinder planen. Am besten ist es, den Chef höflich, aber bestimmt darauf hinzuweisen, dass er solcherlei Fragen nicht stellen darf. Sollten Sie jedoch zu irritiert sein, Ihren Chef direkt zu konfrontieren, führen Sie einfach an, das Sie Ihr Privatleben und Ihre beruflichen Perspektiven gut unter einen Hut bekommen.
„Haben Sie Krankheiten?“ Bei dieser Frage müssen Sie keine Auskunft geben. Sollten Sie jedoch Krankheiten haben, die Ihre Arbeitsfähigkeit einschränken könnten, müssen Sie wahrheitsgemäß antworten.
„Wie hoch war Ihr bisheriges Gehalt?“ Auch diese Frage ist nicht zulässig, sofern der Chef hieraus nicht Rückschlüsse auf Ihre fachliche Kompetenz schließen kann. Sie müssen also nicht antworten und können statt einer Summe zu nennen, eine Antwort wie „ich war zufrieden/ nicht zufrieden“ oder „Es entsprach meinen Aufgaben,“ geben.
„Wie steht es um Ihre finanziellen Verhältnisse?“ Auf diese Frage müssen Sie nur antworten, wenn Sie künftig eine leitende Position in einem Betrieb einnehmen wollen und sich Ihr Chef ein Bild davon machen will, ob Sie vertrauenswürdig und vernünftig mit Geld umgehen können.
„Gehören Sie einer Gewerkschaft, Partei oder Religion an?“ Diese Fragen können als Diskriminierung aufgefasst werden und müssen nicht beantwortet werden. Wie schon bei den vorherigen Fragen können Sie auch hier einfach mit „nein“ antworten. Bedenken Sie jedoch, dass ein Betrieb, der sich mehr für die angeführten Aspekte als für Ihre Qualifikation und Kompetenz interessiert, meist kein Granat für ein gutes Arbeitsklima ist.
111 Arbeitgeberfragen im Vorstellungsgespräch
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One Response for "Unzulässige Bewerbungsfragen"
Den letzten Satz in dem Artikel finde ich am allerbesten! Es ist schon klar, dass man froh sein sollte, einen Job in Aussicht zu haben, aber wenn das Arbeitsklima nicht stimmt, macht der Job bestimmt nicht viel Spaß und dann ist auch ein schlechter Job (abgesehen vom Geld) nicht viel Wert.
Wenn ich überlege, wie ich auf unzulässige Fragen reagieren würde, kann ich mir aber nicht vorstellen, dem Personaler einfach zu sagen, dass er die Fragen nicht stellen darf. Da hätte ich dann irgendwie zu viel Sorge, dass das schlecht ankommt, obwohl es vielleicht ja auch nur ein Test ist und ich dadurch mein Selbstbewusstsein verdeutlichen würde?
Ich habe mal nach ein paar Tipps gesucht, was man bei solchen Fragen im Vorstellungsgespräch antworten könnte, und bin auf einige – meiner Meinung nach – gute Hinweise gestoßen, wie Bewerber reagieren sollten / könnten und bei welchen Dingen es besser ist, zu lügen. Besonders toll finde ich z.B. die Antwort auf die Frage nach der Familienplanung “Sie können natürlich auch freundlich feststellen, Sie hätten sich mit diesen Fragen noch nicht beschäftigt und wollten erst einmal im Job durchstarten.”. Das kommt bestimmt gut an!
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