In den letzten Jahren hat sich vieles geändert. Dass ein Bewerber in Anzug und Krawatte zum Vorstellungsgespräch erscheint, ist recht selten geworden. Dies ist auch nicht immer nötig. Wer sich zum Beispiel als Maurer bewirbt, wird wohl nie in Hemd und Bundfaltenhose arbeiten und darf ruhigen Gewissens in Jeans und Hemd beim Arbeitgeber erscheinen. Wichtig ist hierbei, dass die Kleidung sauber und nicht löchrig ist, auch nicht, wenn man sich als Fliesenleger bewirbt. Ein gepflegtes Auftreten ist sehr wichtig. Aber Vorsicht, in manchen Branchen sind die Kleidungsvorschriften sehr streng! Wer sich beispielsweise bei einer Bank bewirbt sollte unter keinen Umständen ohne Anzug und die Krawette zum Vorstellungsgespräch erscheinen.
Zwei große Fehler zum Vorstellungstermin kommen leider zu häufig vor. Entweder der Bewerber verspätet sich, vielleicht weil er die Sache zu locker angeht. Oder aber man ist viel zu früh am vereinbarten Ort. Das widerum zeigt dem Arbeitger, dass man übernervös ist und er wird testen, ob man die Nerven und die Ruhe bewahren kann. Falls man dennoch sehr früh am Vorstellungsort ankommt, sollte man sich noch einmal sammeln und ggf. im Auto oder einem nahen Park warten und sich erst frühestens 10 Minuten vor dem Termin bei dem Arbeitgeber anmelden.
Wer zu spät kommt und sich dann in Ausreden verstrickt, hat seine Chance meist schon vertan. Wenn man beispielsweise im Stau steht und absehbar ist, dass man das Bewerbungsgespräch unter keinen Umständen mehr pünktlich erreicht, sollte sofort beim Arbeitgeber anrufen und bitten den Termin um z.B. eine Stunde nach hinten zu verschieben.
Im Bewerbungsanschreiben sollen die Stärken schon angedeutet werden. Bei Vorstellungsgespräch muss man das Geschriebene aber auch vertreten können. Schreibt ein Bewerber, er sei offen im Umgang mit Menschen, ist das nur dann sinnvoll, wenn dieser nicht im Gespräch schüchtern auf den Boden schaut.
Meist wird nach den Schwächen gefragt. Überlegt euch hier schon vorab eine passende Antwort. Wer z.B. eher ein schüchterner Mensch ist, kann die Schwäche in manchen Berufen als Stärke nutzen. Manche Schwächen sind nämlich nicht wirklich Schwächen.
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