Der Bildungsgutschein soll denjenigen Interessenten die berufliche Aus- und Weiterbildung ermöglichen, die nicht über ausreichend eigene finanzielle Mittel verfügen. In der Regel gilt als berechtigt, wer eine abgeschlossene Berufsausbildung hat oder mindestens drei Jahre beruflich tätig war. Voraussetzung ist weiterhin, dass die Bildungsmaßnahme das berufliche Weiterkommen oder den Wiedereinstieg bei Arbeitslosigkeit ermöglicht.
Wer einen Bildungsgutschein beantragen möchte, muss sich zunächst zu einem Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit anmelden. Interessenten mit eigenem Sachbearbeiter wenden sich direkt an diesen, andernfalls hilft eine allgemeine Anfrage weiter. Wichtig für den Beratungstermin ist, dass man bereits ein konkretes Angebot oder zumindest eine Vorstellung davon hat, was man mit dem Bildungsgutschein machen möchte. Dazu sollte man dem Sachbearbeiter bisherige Bemühungen um Arbeit vorlegen können und gleichzeitig eine Vorstellung davon haben, wie sich der erworbene Abschluss oder die Fortbildung auf das berufliche Weiterkommen auswirken könnte.
Der Sachbearbeiter händigt anschließend den Antrag auf Förderung der beruflichen Aus- oder Weiterbildung aus. Wichtig ist dabei, dass der Antrag nur schriftlich gestellt werden kann – der Besuch des Beratungsgesprächs allein reicht dafür nicht aus. Er muss noch vor Beginn der Bildungsmaßnahme gestellt werden, damit ein Bildungsgutschein ausgestellt wird. Drängt die Zeit, so kann man das Beratungsgespräch im Einzelfall überspringen und direkt um den Antrag bitten.
Auch beim Antrag ist es hilfreich, nicht nur diesen zurückzugeben, sondern seine eigenen, konkreten Vorstellungen zu den Vorteilen der Aus- oder Weiterbildung beizulegen. Es können beispielsweise Stellenanzeigen aus dem Internet beigelegt werden, die belegen, dass Absolventen des Abschlusses auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden. Viele Anbieter von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen bieten auch eigene Erklärungen zum Nutzen ihrer Maßnahmen an.
Wer noch auf der Suche nach der passenden Fortbildungsmaßnahme ist, für den besteht die Möglichkeit bei zahlreichen Bildungsträgern kostenlos Informationsmaterial über angebotene Kurse zu bestellen. Bekannte Anbieter von Fernkursen sind z.B. AKAD, ILS oder SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt.
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