Die heutige Arbeitswelt ist in ständigem Wandel. Ein Jobwechsel ist daher längst nicht mehr ungewöhnlich, sondern fast schon Alltag. Statistiken zeigen, dass in Deutschland im Verlauf der letzten 25 Jahre beinahe 30% der Auszubildenden und Studienabsolventen dem erlernten Beruf den Rücken kehrten, um sich in neuen Arbeitsbereichen zu erproben. Im folgenden eine Auflistung der wichtigsten Gründe für einen Jobwechsel.

1. Höheres Gehalt und bessere Entwicklungsperspektiven
Für den Jobwechsel sind die Aussicht auf höhere Gehälter und Entwicklungschancen oftmals ausschlaggebend. Während Energie- und Lebenshaltungskosten immer weiter ansteigen, verändern sich die Gehälter in der Regel nicht. Viele Arbeitnehmer entscheiden sich frühzeitig für ein besseres Angebot oder einen Wechsel zur Konkurrenz, um sich ein adäquates Gehalt zu sichern und persönliche Ideen und Fähigkeiten besser umzusetzen.

2. Schlechtes Arbeitsklima
Studien verdeutlichen immer wieder, dass ein gutes Arbeitsklima und ein freundschaftlicher Umgang mit den Kollegen für eine gute Produktivität entscheidend sind. Wenn das Arbeitsklima durch Streitereien mit den Kollegen oder dem Chef sowie durch fehlende Kooperation gestört wird, leiden nicht nur die einzelnen Arbeitnehmer, sondern die gesamte Produktion. Daher lohnt sich ein Jobwechsel, um Frustrationen und täglicher Unzufriedenheit vorzubeugen. Vor allem, wenn es häufig zu ernsteren Konflikten und Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Chef kommt, die die Motivation nachhaltig senken.

3. Eine drohende Entlassung
Bei vielen kommt zudem die Furcht vor Entlassungen hinzu. Aufgrund des steigenden Konkurrenzdrucks in vielen Branchen sind manche Betriebe einfach nicht mehr wettbewerbsfähig und daher gezwungen Stellen abzubauen. Für Arbeitnehmer ist es so betrachtet das Vernünftigste, einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen, um einer möglicherweise dauerhaften Arbeitslosigkeit vorzubeugen.

4. Die Arbeit macht keinen Spaß
Wer einen Jobwechsel plant, sollte jedoch nicht den erstbesten Job annehmen, sondern gezielt nach einer Tätigkeit Ausschau halten, die den erlernten Kenntnissen und Interessen entspricht. Denn wer mit seinem Aufgabenbereich nichts anzufangen weiß, verliert auf Dauer nicht nur die Motivation, sondern leistet in der Regel auch weniger qualitative Arbeit als die Kollegen. Dies führt nicht selten zu einer erneuten Entlassung.

5. Fehlende Anerkennung im Beruf
Die erbrachte Leistung sollte vor allem Anerkennung bringen, damit sich der Arbeitnehmer mit seiner Tätigkeit identifizieren kann. Es ergibt in der Regel wenig Sinn, sich weiterhin zu bemühen, wenn weder Kollegen noch der Chef dem Arbeitnehmer die verdiente Annerkennung für gute Leistungen entgegenbringen.

Trotz der vielen Gründe, die für einen Berufswechsel angeführt werden können, sollten sich Arbeitnehmer gut überlegen, ob sich ein Berufswechsel wirklich lohnt. Krisenzeiten und unfreundliche Kollegen gibt es fast überall. Daher sollte man zunächst abwarten und sich die Vor- und Nachteile bewusst machen. Denn ein neuer Job bedeutet auch ein neues Umfeld, neue Kollegen und oft auch einen neuen und relativ unbekannten Arbeitsbereich.

Ähnliche Beiträge:

  1. Büroknigge – die 10 wichtigsten Verhaltensregeln im Büro
  2. Probezeit – Arbeiten auf Bewährung
  3. Stimmt Ihre Work-Life-Balance?
  4. Der Trend zur Heimarbeit
  5. Arbeiten im Ausland